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Mär 19

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Da denke ich gerade intensiv über die Finanzkrisen-Predigt für’s nächste Wochenende nach (“Finanzkrise, Katastrophen, neue Weltordnung? - Was die Bibel über die Endzeit sagt.”), da befinden wir uns als Familie im null Komma nichts selbst in einer Krise.

Wir möchten Euch bitten für unseren Sohn zu beten! Seid gestern Morgen hat er alles, was er gegessen und getrunken hat, nach relativ kurzer Zeit wieder erbrochen. Gestern Abend sind wir dann noch zum Notdienst-Kinderarzt gefahren, der uns Zäpfchen und Elektrolyt-Pulver verschrieben hat. Leider hat er immer noch erbrochen, so dass wir uns in der Nacht für die Fahrt ins Krankenhaus entschieden haben. Nach dem Bluttest sollten wir es noch einmal zu Hause probieren (ca. jede Stunde 5 Löffel Wasser) und am Morgen zur Kontrolle kommen. Die Werte hatten sich dann jedoch verschlechtert, so dass Joni und Mama direkt im Krankenhaus bleiben mussten. Auch wenn es Ihm durch die Infusion heute Abend schon besser ging, bitte ich Euch in euren Gebeten an Ihn zu denken.

Und wen interessiert nach solch einer Nacht noch, dass Fed-Chef Bernanke mehr als eine Billionen Dollar in die Märkte spritzen möchte?

Hier ein Handy-Foto von heute Abend. Danke für’s Beten!

Joni im Krankenhaus

Mär 15

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Nach einer vollen Woche (3 Tage Klausurtagung mit dem NRW-Jugendarbeitskreis “ThinkTank” im Sauerland) und einem noch vollerem Wochenende (2 Tage Klausurtagung mit dem Leitungsteam meiner Gemeinde), hatte ich kaum Zeit die schrecklichen Bilder von Mittwoch aus Winnenden zu verarbeiten. Da ich am gestrigen Samstag auch noch zur Verkündigung auf einem Jugendevent unserer Freikirche in NRW eingeladen war, blieb zur persönlichen Verarbeitung - wie so manches Mal - nur die Einleitung der Predigt.

Hier die textliche Grundlage der Einleitung meiner Predigt von Gestern:

“Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mich haben die Bilder und Berichte der letzten Woche nicht losgelassen.

Der 17jährige Tim K. geht u.a. in seine alte Realschule, nimmt 250 Schuss Munition mit, schießt wild mit insgesamt über 100 Schuss um sich und tötet letztendlich 15 Menschen.

Krass, wie kann man so etwas tun?

Dann habe ich ein TV-Interview vor Augen, wo ein junges Mädchen davon erzählt, dass ihre Freundin erschossen worden ist. Sie weint, sie hat alles mitbekommen, die Schüsse, die Schreie. Keine Ahnung, wie lange sie, obwohl sie ja überlebt hat, darunter noch zu leiden hat.

Unbegreiflich.

Auch wenn immer noch nicht ganz klar ist, ob der Chatroom-Eintrag wirklich echt ist, könnte es doch gut sein, dass Tim K. genau folgenden Worte am Abend vor der Bluttat geschrieben hat.

“Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt, immer das selbe - alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potential.”

“Ich meine es ernst Bernd - ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon.”

“Haltet die Ohren offen, Bernd, ihr werdet morgen von mir hören. Merkt Euch nur den Name des Orts: Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur.”

Irgendwie möchte man gar nicht länger über die ganze Geschichte nachdenken, es ist einfach schrecklich – und man hat ja auch schon die ganze Woche davon gehört. Trotzdem bin ich bei einer Frage hängen geblieben, die mich einfach nicht losgelassen hat.

Was wäre gewesen, wenn es Jemanden in seiner Klasse, in seinem Umfeld gegeben hätte, der ihn nicht ausgelacht hätte und in ihm sein Potential gesehen hätte.

„…alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potential.”

Ich meine das ernst. Und frage Dich: Was wäre, wenn Tim K. in Deiner Klasse gewesen wäre? Was wäre, wenn Du ihn mal in Deine Gemeinde oder Jugendgruppe eingeladen hättest?

Es geht mir nicht einmal in erster Linie darum, dass er Christ geworden wäre. Aber vielleicht hätte er das erste Mal in seinem Leben erlebt, dass es Menschen gibt, die ihn nicht auslachen. Die ihn einfach annehmen und vielleicht sogar etwas Gutes in ihm sehen. Jesus hat in jedem Menschen (auch in Tim K.) das Gute, das Beste gesehen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Leben von Tim K. – und vor allen Dingen, dass Leben von den vielen Toten, deren Familien und Traumatisierten – anders verlaufen hätte können.

Natürlich wurde auch berichtet, dass er krank war und unter Depressionen litt. Aber trotzdem können gerade da Integration in einer Gruppe, Wertschätzung und liebevolle Annahme auch helfen und eine Therapie unterstützen.

Tim K. in Deiner Jugendgruppe hätte das Leben auf dieser Welt radikal verändert! Und selbst wenn er nicht für immer bei Euch geblieben wäre, er aber echte Liebe und Annahme erlebt hätte, wer weiß, vielleicht hätte es ihn davon abgebracht so etwas Schlimmes zu tun.

Ich träume davon, dass in unseren Gemeinden Menschen nie „ausgelacht werden“ und “ihr Potential” voll entdeckt wird.”

Polizei in Winnenden
Copyrights Foto: www.aboutpixel.de (zunker)

Mär 6

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Hast Du heute Abend schon etwas vor? Ein neuer christlicher, innovativer, adventistischer Fernsehsender mit deutschem 24-Stunden-Programm geht am Freitag, den 6. März 2009 (also heute!), um 19 Uhr offiziell auf Sendung. Wenn ihr “live” dabei sein wollt, schaltet doch heute Abend “HOPE TV Deutsch” ein.

Entweder den TV-Livestream unter www.hopechannel.de oder bei Euch zu Hause am Fernseher per ASTRA-Satellit (19,2° Ost; Frequenz 12,148 GHz).

HOPE Channel - am Leben interessiert

Mär 3

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Am letzten Freitag habe ich den DVG-Stand unserer Freikirche auf dem “Kongress christlicher Führungskräfte” in Düsseldorf unterstützt und habe einen kleinen Einblick in das Kongressleben bekommen. Der APD berichtete in seinem Abschlussartikel, dass in diesem Jahr ein Besucherrekord von 3.800 Führungskräften verzeichnet worden ist. Es macht mir deutlich, dass es längst an der Zeit ist, als Kirche auch Angebote für Manager, Führungskräfte und Politker anzubieten.

Auch wenn ich mich als Freikirchler natürlich vehement für die “Trennung von Kirche und Staat” ausspreche, dürfen wir das Kind hier wirklich nicht mit dem Bade ausschütten. Letztendlich ist es doch die Verantwortung eines jeden Christen den Auftrag Jesu zu folgen und “Verbindungen zur Welt” herzustellen (”in der Welt, nicht aus der Welt”).

Aber wie sieht es ganz praktisch aus? Politik und Kirche? Können die Beiden etwas miteinander anfangen?

An alle Prediger: Wann hast Du das letzte Mal über Politik gepredigt? Bist Du selbst politisch engagiert? Darf man das? Wie kann ich politisch Stellung nehmen ohne “Wahlwerbung auf der Kanzel” zu betreiben?

Schreibe einen Kommentar, ich würde mich über einen Beitrag zum Thema “Politik und Kirche” sehr freuen.

Wer noch mehr über den Kongress lesen möchte, schaut sich am Besten einfach bei Ekkaleo um (vielen Dank an David Decker für die umfangreiche Berichterstattung! @David: Übrigens schade, dass es mit einem Treffen am Freitag nicht geklappt hat. Ich musste selber leider schon um 14:30 Uhr wieder weiter…).

Kongress christlicher Führungskräfte - Düsseldorf 2009 (Foto: David Decker)
Foto: David Decker, 2009 (deckerweb.de)