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Mai 5

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Ich habe vor ein paar Wochen per E-Mail ein spannendes Urlaubsfoto aus der Nähe von Kiel erhalten. Schaut selbst?

Vernünftig oder verboten

Irgendwie hat mich dieses Bild an Römer 8 erinnert. “Das Gesetz konnte uns nicht helfen, so zu leben, wie es Gott gefällt, weil wir, an die Sünde versklavt, zu schwach sind, es zu erfüllen.” (Vers 3) “Nun aber seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben - schließlich wohnt er ja in euch!” (Vers 9)

Was bist Du für ein Typ: Bist Du vom Gesetz oder vom Geist bestimmt? Brauchst Du ein konkretes Verbot oder bist Du vernünftig?

Apr 25

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Auch wenn Ostermontag auch schon wieder ein paar Tage her ist (die Zeit vergeht echt wie im Fluge), haben wir als gesamte Familie an dem besagten Montag einen Garten Frühjahrsputz gemacht. Da wir ja erst vor ein paar Monaten eingezogen sind, haben wir das erste Mal den Garten ein wenig auf Vordermann gebracht. Das spannendste für die Kinder war natürlich, dass wir endlich das MoveandStic-Klettergerüst aufgebaut haben (haben sie eigentlich schon zu Weihnachten bekommen, aber das Wetter hat einen Aufbau noch nicht zugelassen). Endlich gibt es ein paar Blumen im Garten, Erdbeeren sind gepflanzt und die Kinder haben Spaß (und die Eltern können sich auch mal entspannt auf einen Gartenstuhl ausruhen (nicht das, dass der alleinige Grund für den Aufbau des Gerüstes sei)). ;-)

Bei dem Wort Frühjahrsputz kann man ja auch schnell über sein eigenes Leben zum Nachdenken kommen. Wie sieht es bei mir aus? Wie bei Dir? Ist in der Beziehung zu meinem Ehepartner ein Frühjahrsputz dran? Oder zu meinen Kindern, Eltern, Freunden, Arbeits- oder Studienkollegen? Mach mal wieder sauber - es ist anstrengend, aber es lohnt sich. Man schaut danach viel lieber in den Garten und kann sich besser entspannen…

IN DEN NÄCHSTEN TAGEN WIRD NOCH EIN GARTENVIDEO VOM FRÜHJAHRSPUTZ NACHGEREICHT (leider hat mein Rechner ein paar Probleme gemacht, deshalb auch die kleine Blogpause)!

Apr 6

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Eigentlich wollte ich längst die “Spiegel Online - Schlagzeilen” aus meinem Feedreader löschen (man kommt mit dem Lesen einfach nicht nach), da entdecke ich eine höchstspannende Meldung aus Russland:

“Da hilft nur noch himmlischer Beistand: 30.000 Menschen starben im vergangenen Jahr auf Russlands Straßen. Die verzweifelte Verkehrspolizei setzt nun auf Gottes Wort. An der Trasse Moskau-Jaroslawl redet ein orthodoxer Priester den Autofahrern ins Gewissen.

(…) “Letztes Jahr haben wir die Hauptstraße, die von Moskau nach Jaroslawl führt, vom Erzbischof segnen lassen: Seitdem ist die Zahl der Unfälle um 25 Prozent gefallen!” Auf der Autobahn M8 hält auch Priester Rachlin zweimal im Monat seine Predigten. “Die Menschen finden seit dem Ende der Sowjetunion zum Glauben zurück”, ist Sirotkin überzeugt, “das müssen wir nutzen.” (…)

Im chaotischen Straßenverkehr verlassen sich die meisten Russen heute tatsächlich auf Gott: Viele lassen ihre neu gekauften Autos für umgerechnet 15 Euro von einem orthodoxen Priester segnen (…).” [Gesamten Spiegel-Artikel lesen]

Verlässt Du Dich im Straßenverkehr auch tatsächlich auf Gott? Bist Du dankbar über jede unfallfreie Fahrt oder schaffst Du es nur zum Stoßgebet beim Sekundenschlaf?

Mich hat der Artikel zweifach zum Nachdenken angeregt: Ich möchte erstens mein “rituelles” Losfahrgebet beibehalten und zweitens dankbarer sein (vielleicht ja auch mal vor dem Aussteigen Danken, statt nur beim Einsteigen (“Bitte Gott, ich bin spät dran, bitte kein Stau!”!?) :-)

Apr 2

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Vielleicht stehst Du gerade vor einem Trümmerhaufen in Deinem Leben? Vielleicht vor einer Krise? Oder mitten drin? Vielleicht merkst Du das Veränderungen anstehen? Doch Du denkst, zu oft habe ich es versucht. Was soll schon passieren? „There can be miracles - when you believe!“ Du schaffst es nicht allein. Aber mit den Glauben an diesen großen mächtigen Gott, ist Veränderung möglich!

„With no proof anyone could hear - in our hearts a hope…“ Der Glaube an diese Veränderung bleibt eine Herausforderung, ein Hoffen - es bleibt ein Glaube, aber er lohnt sich. „There can be miracles!“

“Many nights we prayed
With no proof anyone could hear
In our hearts a hope for a song
We barely understood
Now we are not afraid
Although we know there’s much to fear
We were moving mountains
Long before we knew we could
There can be miracles
When you believe …”

Ein alter Kuschelrockschlager mit Tiefgang. Gott schenkt Dir 4 Minuten und 54 Sekunden - damit Du wieder neu an SEINE Größe glauben kannst: Film ab!

Mär 15

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Nach einer vollen Woche (3 Tage Klausurtagung mit dem NRW-Jugendarbeitskreis “ThinkTank” im Sauerland) und einem noch vollerem Wochenende (2 Tage Klausurtagung mit dem Leitungsteam meiner Gemeinde), hatte ich kaum Zeit die schrecklichen Bilder von Mittwoch aus Winnenden zu verarbeiten. Da ich am gestrigen Samstag auch noch zur Verkündigung auf einem Jugendevent unserer Freikirche in NRW eingeladen war, blieb zur persönlichen Verarbeitung - wie so manches Mal - nur die Einleitung der Predigt.

Hier die textliche Grundlage der Einleitung meiner Predigt von Gestern:

“Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mich haben die Bilder und Berichte der letzten Woche nicht losgelassen.

Der 17jährige Tim K. geht u.a. in seine alte Realschule, nimmt 250 Schuss Munition mit, schießt wild mit insgesamt über 100 Schuss um sich und tötet letztendlich 15 Menschen.

Krass, wie kann man so etwas tun?

Dann habe ich ein TV-Interview vor Augen, wo ein junges Mädchen davon erzählt, dass ihre Freundin erschossen worden ist. Sie weint, sie hat alles mitbekommen, die Schüsse, die Schreie. Keine Ahnung, wie lange sie, obwohl sie ja überlebt hat, darunter noch zu leiden hat.

Unbegreiflich.

Auch wenn immer noch nicht ganz klar ist, ob der Chatroom-Eintrag wirklich echt ist, könnte es doch gut sein, dass Tim K. genau folgenden Worte am Abend vor der Bluttat geschrieben hat.

“Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt, immer das selbe - alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potential.”

“Ich meine es ernst Bernd - ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon.”

“Haltet die Ohren offen, Bernd, ihr werdet morgen von mir hören. Merkt Euch nur den Name des Orts: Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur.”

Irgendwie möchte man gar nicht länger über die ganze Geschichte nachdenken, es ist einfach schrecklich – und man hat ja auch schon die ganze Woche davon gehört. Trotzdem bin ich bei einer Frage hängen geblieben, die mich einfach nicht losgelassen hat.

Was wäre gewesen, wenn es Jemanden in seiner Klasse, in seinem Umfeld gegeben hätte, der ihn nicht ausgelacht hätte und in ihm sein Potential gesehen hätte.

„…alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potential.”

Ich meine das ernst. Und frage Dich: Was wäre, wenn Tim K. in Deiner Klasse gewesen wäre? Was wäre, wenn Du ihn mal in Deine Gemeinde oder Jugendgruppe eingeladen hättest?

Es geht mir nicht einmal in erster Linie darum, dass er Christ geworden wäre. Aber vielleicht hätte er das erste Mal in seinem Leben erlebt, dass es Menschen gibt, die ihn nicht auslachen. Die ihn einfach annehmen und vielleicht sogar etwas Gutes in ihm sehen. Jesus hat in jedem Menschen (auch in Tim K.) das Gute, das Beste gesehen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Leben von Tim K. – und vor allen Dingen, dass Leben von den vielen Toten, deren Familien und Traumatisierten – anders verlaufen hätte können.

Natürlich wurde auch berichtet, dass er krank war und unter Depressionen litt. Aber trotzdem können gerade da Integration in einer Gruppe, Wertschätzung und liebevolle Annahme auch helfen und eine Therapie unterstützen.

Tim K. in Deiner Jugendgruppe hätte das Leben auf dieser Welt radikal verändert! Und selbst wenn er nicht für immer bei Euch geblieben wäre, er aber echte Liebe und Annahme erlebt hätte, wer weiß, vielleicht hätte es ihn davon abgebracht so etwas Schlimmes zu tun.

Ich träume davon, dass in unseren Gemeinden Menschen nie „ausgelacht werden“ und “ihr Potential” voll entdeckt wird.”

Polizei in Winnenden
Copyrights Foto: www.aboutpixel.de (zunker)

Jan 27

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Vor ein paar Tagen war das ganze Ruhrgebiet noch von einem weißen Mantel „umhüllt“. Irgendwie wirkte alles etwas gemütlicher und ruhiger - und letztendlich verlief der Straßenverkehr ja auch alles andere als schnell. Aber wenn ich mir das Foto von meinen Söhnen bei uns im Garten anschaue, ist mir das Bild schon wieder ganz schön fremd. Wie schnell die Zeit vergeht - der weiße „Zauber“ der letzten Wochen ist schon längst wieder Schnee von gestern.

Vielleicht nutzt Du ja einen Moment an diesem Tag und hältst Inne. Schau mal zurück und denke an ein paar „zauberhafte“ Momente der letzten Wochen. Sei dankbar und trotze so dem Stress des Tages. Gott mir Dir!

Samuel und Jonathan im Garten - Januar 2009

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