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Eigentlich wollte ich längst die “Spiegel Online - Schlagzeilen” aus meinem Feedreader löschen (man kommt mit dem Lesen einfach nicht nach), da entdecke ich eine höchstspannende Meldung aus Russland:
“Da hilft nur noch himmlischer Beistand: 30.000 Menschen starben im vergangenen Jahr auf Russlands Straßen. Die verzweifelte Verkehrspolizei setzt nun auf Gottes Wort. An der Trasse Moskau-Jaroslawl redet ein orthodoxer Priester den Autofahrern ins Gewissen.
(…) “Letztes Jahr haben wir die Hauptstraße, die von Moskau nach Jaroslawl führt, vom Erzbischof segnen lassen: Seitdem ist die Zahl der Unfälle um 25 Prozent gefallen!” Auf der Autobahn M8 hält auch Priester Rachlin zweimal im Monat seine Predigten. “Die Menschen finden seit dem Ende der Sowjetunion zum Glauben zurück”, ist Sirotkin überzeugt, “das müssen wir nutzen.” (…)
Im chaotischen Straßenverkehr verlassen sich die meisten Russen heute tatsächlich auf Gott: Viele lassen ihre neu gekauften Autos für umgerechnet 15 Euro von einem orthodoxen Priester segnen (…).” [Gesamten Spiegel-Artikel lesen]
Verlässt Du Dich im Straßenverkehr auch tatsächlich auf Gott? Bist Du dankbar über jede unfallfreie Fahrt oder schaffst Du es nur zum Stoßgebet beim Sekundenschlaf?
Mich hat der Artikel zweifach zum Nachdenken angeregt: Ich möchte erstens mein “rituelles” Losfahrgebet beibehalten und zweitens dankbarer sein (vielleicht ja auch mal vor dem Aussteigen Danken, statt nur beim Einsteigen (“Bitte Gott, ich bin spät dran, bitte kein Stau!”!?) :-)
