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Apr 6

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Eigentlich wollte ich längst die “Spiegel Online - Schlagzeilen” aus meinem Feedreader löschen (man kommt mit dem Lesen einfach nicht nach), da entdecke ich eine höchstspannende Meldung aus Russland:

“Da hilft nur noch himmlischer Beistand: 30.000 Menschen starben im vergangenen Jahr auf Russlands Straßen. Die verzweifelte Verkehrspolizei setzt nun auf Gottes Wort. An der Trasse Moskau-Jaroslawl redet ein orthodoxer Priester den Autofahrern ins Gewissen.

(…) “Letztes Jahr haben wir die Hauptstraße, die von Moskau nach Jaroslawl führt, vom Erzbischof segnen lassen: Seitdem ist die Zahl der Unfälle um 25 Prozent gefallen!” Auf der Autobahn M8 hält auch Priester Rachlin zweimal im Monat seine Predigten. “Die Menschen finden seit dem Ende der Sowjetunion zum Glauben zurück”, ist Sirotkin überzeugt, “das müssen wir nutzen.” (…)

Im chaotischen Straßenverkehr verlassen sich die meisten Russen heute tatsächlich auf Gott: Viele lassen ihre neu gekauften Autos für umgerechnet 15 Euro von einem orthodoxen Priester segnen (…).” [Gesamten Spiegel-Artikel lesen]

Verlässt Du Dich im Straßenverkehr auch tatsächlich auf Gott? Bist Du dankbar über jede unfallfreie Fahrt oder schaffst Du es nur zum Stoßgebet beim Sekundenschlaf?

Mich hat der Artikel zweifach zum Nachdenken angeregt: Ich möchte erstens mein “rituelles” Losfahrgebet beibehalten und zweitens dankbarer sein (vielleicht ja auch mal vor dem Aussteigen Danken, statt nur beim Einsteigen (“Bitte Gott, ich bin spät dran, bitte kein Stau!”!?) :-)

Mär 3

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Am letzten Freitag habe ich den DVG-Stand unserer Freikirche auf dem “Kongress christlicher Führungskräfte” in Düsseldorf unterstützt und habe einen kleinen Einblick in das Kongressleben bekommen. Der APD berichtete in seinem Abschlussartikel, dass in diesem Jahr ein Besucherrekord von 3.800 Führungskräften verzeichnet worden ist. Es macht mir deutlich, dass es längst an der Zeit ist, als Kirche auch Angebote für Manager, Führungskräfte und Politker anzubieten.

Auch wenn ich mich als Freikirchler natürlich vehement für die “Trennung von Kirche und Staat” ausspreche, dürfen wir das Kind hier wirklich nicht mit dem Bade ausschütten. Letztendlich ist es doch die Verantwortung eines jeden Christen den Auftrag Jesu zu folgen und “Verbindungen zur Welt” herzustellen (”in der Welt, nicht aus der Welt”).

Aber wie sieht es ganz praktisch aus? Politik und Kirche? Können die Beiden etwas miteinander anfangen?

An alle Prediger: Wann hast Du das letzte Mal über Politik gepredigt? Bist Du selbst politisch engagiert? Darf man das? Wie kann ich politisch Stellung nehmen ohne “Wahlwerbung auf der Kanzel” zu betreiben?

Schreibe einen Kommentar, ich würde mich über einen Beitrag zum Thema “Politik und Kirche” sehr freuen.

Wer noch mehr über den Kongress lesen möchte, schaut sich am Besten einfach bei Ekkaleo um (vielen Dank an David Decker für die umfangreiche Berichterstattung! @David: Übrigens schade, dass es mit einem Treffen am Freitag nicht geklappt hat. Ich musste selber leider schon um 14:30 Uhr wieder weiter…).

Kongress christlicher Führungskräfte - Düsseldorf 2009 (Foto: David Decker)
Foto: David Decker, 2009 (deckerweb.de)